The Amazing Spider-Man #16 (1964): Duel with Daredevil

Marvel Comics

Schnell hat es Marvel verstanden, seine Helden miteinander in Beziehung zu setzen und so ein zusammenhängendes Comic-Universum zu schaffen. Spider-Man tauchte schon auf dem Cover der ersten Daredevil-Ausgabe auf. Bald darauf trafen sie aufeinander – in The Amazing Spider-Man #16, und zwar im Zirkus.

Doch zuvor rettet Spidey Matt Murdock vor ein paar Räubern, die ihn als ungeliebten Ohrenzeugen loswerden wollen, nachdem er zufällig ihren Weg gekreuzt hat. Spider-Man verdrischt die bösen Buben und verzichtet auf den Dank – Matt solle ihn lieber in seinem Testament erwähnen. In Matts Kanzlei wollen ihn Foggy und Karen mit in den Zirkus nehmen. Dass das für Blinde vielleicht nicht das größte Vergnügen ist, erkennen sie nicht. Matt will lieber Arbeit nachholen. Foggy tadelt ihn, er solle seine Behinderung nicht als Ausrede für ein Leben als Einsiedler zu missbrauchen. Doch als Matt hört, dass Spider-Man auftreten soll (für einen guten Zweck), kommt er doch mit. Foggy und Karen wollen die nötige Audiodeskription liefern.

Gemeinsam gegen den Ringmaster

Der Haken an der Sache: Die Zirkusvorstellung ist Betrug! Der Schurke Ringmaster (der sich bereits mit dem Hulk angelegt hat) behauptet bloß, dass Spider-Man kommt, um das Zelt zu füllen. Dann will er die Menge hypnotisieren und ausnehmen – natürlich nur zum eigenen Nutzen. Trotzdem bereitet sich seine Bande auf eine Vorstellung vor. Die Tarnung soll offenbar perfekt sein. Als Peter Parker die Plakate für die Show sieht, schickt er nicht etwa die Polizei vorbei, sondern geht selbst hin, natürlich im Kostüm.

Als er der Menge seine Tricks vorführt, unterwirft der Ringmaster alle Anwesenden seinem Willen und lässt sie bestehlen. Alle Anwesenden? Nein, natürlich ist Matt dagegen immun. Seine Schwachstelle wird ihm zum Vorteil. Er schlüpft ins Daredevil-Kostüm, um den Schurken aufzuhalten, da jagt dieser Spider-Man auf ihn und es kommt zum Kampf in der Manege. Doch der währt nicht lange, denn Daredevil bringt den Ringmaster um seinen Hypno-Hut und kann Spider-Man wieder zur Vernunft bringen. Der Ringmaster jagt dann seine Bande auf die beiden.

Rückzug für Spider-Mans Solo

Doch dann passiert etwas Seltsames: Statt mit vereinten Kräften den Gaunern das Handwerk zu legen, findet sich Daredevil plötzlich überflüssig, zieht sich wieder um und setzt sich zurück in die Tribüne. Spider-Man wird spielend allein mit den anderen fertig. Und so sehen wir ihn auf den letzten Seiten Gewichte werfen, auf dem Trapez schwingen und die Gauner in Spinnweben einwickeln, während er seine Sprüche kloppt. Gegen Ringmasters letzten Angriff ist er immun, weil er einfach die Augen vor seinem Hut verschließt. Warum Daredevil den Hut überhaupt aus der Hand gegeben hat, bleibt offen – wahrscheinlich nur damit es diese Szene geben kann. Spider-Man kann damit am Ende alle wieder entzaubern, obwohl es auch gereicht hätte, abzuwarten, bis die Wirkung von selbst nachlässt.

Am Ende bedauert Spider-Man, Daredevil nicht näher kennengelernt zu haben. Tatsächlich ist diese Chance etwas verschwendet und es wirkt, als ob in einem Spider-Man-Heft der Titelheld auf keinen Fall zu kurz kommen dürfte. Doch zum Kennenlernen werden die Helden bald noch Gelenheit bekommen: in Daredevil #16. In der nächsten Daredevil-Ausgabe (#4) wird unser Held wieder mit einem Gedankenmanipulator zu tun kriegen: Killgrave, the Purple Man!

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