Daredevil #6 (1965): Trapped by… the Fellowship of Fear

Marvel Comics

Daredevil ist bekanntlich The Man Without Fear. Doch jetzt lernt er endlich das Fürchten, nämlich durch die Personifikation der Furcht selbst. Was für Batman Scarecrow ist, ist für Daredevil Mr. Fear, ein Schurke mit Totenkopfmaske und einer Pistole, die Angstgas schießt. Zusammen mit den Schurken Ox und Eel bildet er die Fellowship of Fear.

Ox und Eel versuchen zunächst, eine Bank auszurauben mit einer kreativen Masche: Sie tun so, als würden sie einen Film drehen. Zufällig hört Daredevil die Filmcrew. Alles scheint seine Richtigkeit zu haben, aber dann fällt ihm auf, was wohl jedem New Yorker Anwalt auffallen würde: Moment mal, er hört ja gar kein Script-Girl! Außerdem – etwas naheliegender – gibt es keine Polizei, die die Straße absperrt. Daredevil springt hinzu, doch Ox ist ein Gegner, den kein Schlag aus der Bahn wirft und Eel ist zu glitschig, um ihn zu schnappen. Mr. Fear greift mit seiner Angstpistole ein und Daredevil sucht das Weite.

Daredevil – ein Feigling?

„What’s happened to me?“, fragt sich der Held. „Have I turned … coward?“ Wir sparen uns Wortspiele mit „yellow“ (die kommen erst später in der gleichnamigen Miniserie von Jeph Loeb und Tim Sale) und erzählen lieber die Entstehungsgeschichte von Mr. Fear: Zoltan Drago hatte einst ein erfolgloses Wachsfigurenkabinett voller Abbilder von Marvel-Helden und Schurken. Mittels Chemie wollte er sie zum Leben erwecken, damit ihm die Welt zu Füßen liegt. (Ja, er war verrückt.) Dann atmete er zufällig ein Gas ein, das Angst auslöste, also wurde er zu Mr. Fear. Er malte sich aus, der erfolgreichste Schurke der Welt zu werden. Als Verstärkung holte er sich mittels Angstgas Ox und Eel herbei.

Nach dem ersten gescheitertem Coup beschließen die drei, Daredevil auszuschalten, indem sie ihn in eine Falle locken. Der Köder: Eitelkeit. Mr. Fear hat eine Daredevil-Wachsfigur geschaffen. Der Held selbst werde nicht widerstehen können, sie sich anzusehen. Leider weiß Mr. Fear nicht, dass der Held blind ist. Matts Freunden Foggy und Karen ist es ziemlich egal, sie schleppen Matt einfach mit, sobald sie aus der Zeitung davon erfahren. Daredevil erscheint später nachts. Ox und Eel erwarten ihn schon, getarnt als Wachsfiguren. Da kriegt er wieder eine Ladung Angstgas ab. Wie gut, dass zufällig auch Foggy vorbeikommt und zu helfen versucht. Ein Hieb von Ox bringt ihn aber ins Krankenhaus. (Keine Sorge, nichts Ernstes. Das größere Drama ist mal wieder, dass Karen zwischen zwei Männern steht und Matt nicht begreift, dass sie ihn liebt.)

Dort versuchen die Schurken, den Zeugen kaltzumachen. Daredevil kann seinen Freund retten, indem er zuerst das Licht und dann seine Gegner ausschaltet. Wie gut, dass Mr. Fear ausgerechnet seine Angstpistole vergessen hat! Die Schurken hauen ab, doch Daredevil erwartet sie dann schon im Wachsfigurenkabinett (getarnt als Wachsfigur natürlich), wo er sich noch besser zu helfen weiß: ein bisschen Sand für Eel, ein Ventilator gegen das Gas und ein Täuschungsmanöver für Ox – und die Bande ist erledigt.

Nächstes Mal: Namor, the Sub-Mariner!

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